gestaltberatung

Gestalttherapie



In der Gestalttherapie steht ein ganzheitliches Weltbild des Menschen im Mittelpunkt, d.h. diese Therapieform sieht den Menschen als Einheit von Geist, Seele und Körper. Die Klientinnen und Klienten werden mittels der Gestalttherapie eingeladen, neue Erfahrungen mit sich selbst und seiner Umgebung zu machen und beides neu wahrzunehmen. Dadurch wird ihnen die Möglichkeit gegeben, ihr Leben neu zu strukturieren oder neue Wege zu gehen.


"... das Wesentliche ist nicht das, was man aus dem Menschen gemacht hat, sondern das, was er aus dem macht, was man aus ihm gemacht hat." Jean Paul Sartre

Fritz und Lore Perls, die ursprünglich als Psychoanalytiker ausgebildet waren und arbeiteten, entwickelten Anfang der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts gemeinsam mit dem Soziologen Paul Goodman die Grundlagen für die Gestalttherapie und sind die wichtigsten Vertreter der Gestalttherapie. Serge und Anne Ginger sind wichtige Vertreter der Gestalttherapie in Frankreich und Europa.

Die Gestalttherapie ist von vielen anderen Therapieansätzen oder philosophischen Ansätzen wie zum Beispiel der Psychoanalyse und verschiedenen weiteren Theorien wie der Phänomenologie, Humanismus oder dem Existentialismus (Martin Buber: "Der Mensch soll nicht als Objekt betrachtet sondern als "DU" geachtet werden") und fernöstlichen Lebensanschauungen wie dem Taoismus (hier und jetzt) oder dem Zen-Buddhismus beeinflusst worden.

Der Begriff der Gestalt kommt aus dem deutschen Verb "gestalten" und meint das Formen eines sinnvollen Ganzen im physischen, psychischen, biologischen und symbolischen Sinne. Interessant ist, das der deutsche Begriff Gestalt in der therapeutischen Bedeutung in vielen Sprachen beibehalten wird, da er aufgrund seiner komplexen Bedeutung nur unzureichend zu übersetzen ist.

Zum Beispiel:


Die Gestalttherapie arbeitet in der Gegenwart und ohne Bewertung.

"Nichts ist beständig, nur die Vergänglichkeit ist beständig. Man kann nicht zweimal in demselben Fluss baden." Serge Ginger

Für mich ist die Achtsamkeit, die aus dem dialogischen Gedanken Martin Bubers und aus dem phänomenologischen Ansatz entspringt, eine der wichtigsten Haltungen des Gestalttherapeuten. Sie ist die Voraussetzung dafür, Ihnen mit Umsicht und Aufmerksamkeit gegenüber zu treten und dass ich Sie als gleichberechtigten Gesprächspartner ernst nehme.

Dies klingt zunächst sehr selbstverständlich. Aber diese Haltung hilft, zwei Gefahren in der Psychotherapie zu vermeiden:

Erstens besteht die Gefahr, dem Klienten vorgefertigte Meinungen, Erklärungen, Wertungen usw. zu überstülpen. Stattdessen achtet der Therapeut sehr genau auf das, was in der Begegnung mit der einzigartigen Person des Gegenübers geschieht.

"Don't push the river: it flows by itself" Barry Stevens

Zweitens besteht die Gefahr für den Therapeuten, dem Klienten aufgrund des Wunsches, helfen zu wollen, seine Schuld, Trauer, Versagen etc. "auszureden" wollen. Aber auch das Leid will geachtet werden.

Auf die Achtsamkeit ist die sehr wertschätzende Atmosphäre meiner Beratung begründet, die Ihnen hilft, Ihre Selbstwahrnehmung zu verbessern in Bezug auf:


Durch die Arbeitsweise in der Gestalttherapie haben Sie die Möglichkeit Ihre Selbstwahrnehmung zu steigern und können ein neues Gefühl für ihre Bedürfnisse, Grenzen und Potentiale bekommen. Sie erhalten Unterstützung für einen gesünderen Umfang mit Konflikten aller Art. Das kann bisher blockierte starke Kräfte freisetzen und vielfach neue und erfüllende Lebens- und Arbeitsperspektiven eröffnen.

(Darstellung in Anlehnung an die Publikationen von Perls, Hefferline, Goodman, Ginger, Polster, Blankertz, Doubrawa)